Nachhaltigkeit im Eventmanagement

Innerhalb der letzten Monate ist das Thema Nachhaltigkeit im Allgemeinen noch wichtiger als je zuvor geworden. Der Krieg in der Ukraine, der Anstieg der Inflationsrate und die damit verbundenen Teuerungen bei Lebensmitteln und fossilen Brennstoffen regen noch mehr zum Nachdenken an und stellen auch EventplanerInnen vor große Herausforderungen. Das Thema Nachhaltigkeit schwirrt schon seit Jahren in unseren Köpfen und wir planen auch immer häufiger mit dem Gedanken, dass Veranstaltungen wenig „Schaden“ für die Zukunft anrichten. Heute möchten wir Dir/Ihnen eine Veranstaltung vorstellen, welche dieses Thema hervorragend aufgegriffen hat und wie es umgesetzt wurde.

Begonnen hat alles mit der Idee eines Mitarbeiter Incentives im Allgäu. Draußen sollte es sein, Spaß muss es machen, eine Belohnung für das Team sein und das Team gleichermaßen zusammenbringen, und „auch mal etwas anderes“ sollte es sein. Und was passt besser zum Allgäu als wandern, Rad fahren und die Natur entdecken, diese kennen- und schätzen lernen und dabei viel Spaß haben!

 

Die Idee und Umsetzung des Outdoor Campus

 

In Zusammenarbeit mit dem Outdoor Unternehmen Faszinatour entstand das Konzept für einen Outdoor Campus in der Natur. Hier sollten sich die MitarbeiterInnen frei bewegen, verschiedene Mitmach-Stationen besuchen und „an der frischen Luft aktiv werden“ können. Und das alles unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Umwelt und dem Ziel ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen.

 

Gemeinsam haben wir mit dem Kunden und Faszinatour an dem Konzept gefeilt. Um den Blick der MitarbeiterInnen für Nachhaltigkeit zu schärfen und gleichzeitig viel Spaß und Action in die Veranstaltung zu bringen, gab es sieben verschiedene Aktivitäten, an welchen teilgenommen werden konnte. Hier gab es unter anderem eine sehr interessante und informative Kräuterwanderung – einfach mal lernen, was der Wald und die Natur uns bieten kann. Außerdem noch eine E-Bike Tour (der Strom für die Akkus aus grüner Energie – darauf wurde explizit geachtet), eine Schraubstation für Vogelkästen, eine Upcycling Station unter dem Motto ‚aus Alt mach anders Neu‘, eine Paddeltour mit dem Ziel den Müll aus Büschen und von den Kiesbänken zu entfernen.  Die Action darf hierbei natürlich nicht zu kurz kommen und deswegen ging es auch mal durch Stromschnellen die Iller hinab.

 

Unter dem Motto ‚tue Gutes‘ haben die Teilnehmer eine Baum-Bank (Materialien regional, unbehandelt) für den Pausenhof einer Schule gebaut, die den Schülern die Möglichkeit bieten soll, im Schatten eines Baumes zu sitzen.

 

Von einer schönen Idee mussten wir uns während der laufenden Planungen aufgrund eines begrenzten Zeitangebotes leider verabschieden, aber wir wollen sie hier nicht unerwähnt lassen: Pflanzen einer Wildhecke, als Staub-/Schmutz-/Abgasfilter sowie besonders als Lebensraum für zahlreiche Tiere.

 

Alle TeilnehmerInnen haben neue Impulse, viel Spaß im gemeinsamen Tun, und tolle Erlebnisse im Team mitgenommen. Und das auch trotz unerwarteter Kälte und einigen Regenschauern. Wir haben es dank der guten Laune geschafft, die Sonne letztendlich hinter den Wolken hervorzulocken 😊.

 

Wo ist da jetzt die Nachhaltigkeit?

 

Unser Kunde und wir als Atlantik Network konnten bei der Planung der Veranstaltung viel lernen. Unter anderem, dass Nachhaltigkeit nicht immer so leicht umsetzbar ist, wie man es sich bei der Planung vorstellt und wünscht. Anpassungen sind notwendig, auch in laufenden Prozessen.

 

 

1. Anreise

 

Der Gedanke einer nachhaltigen Anreise mit Fahrgemeinschaften, Zug und Sammelbus wurde vom Kunden vorgeschlagen und wir haben diesen gerne unterstützt. Trotz der vielfältigen Möglichkeiten inkl. Möglichkeit der Mitarbeitervernetzung bei der Angabe „Anreise mit Fahrgemeinschaft“, ist eine grundsätzlich nachhaltige und klimaschonende Anreise nicht immer umsetzbar. Warum? Die Gäste von (Firmen-) Veranstaltungen verzichten aus unserer Sicht nur ungern auf den Komfort, welchen sie gewohnt sind. So auch bei der Anreise: Wer ein eigenes Auto hat, ist lieber selbst flexibel und unabhängig, als sich an andere Personen „zu binden“.

 

Auch die Nutzung eines Sammelbusses ab dem Firmenstandort ist ein guter Ansatz, wurde aber noch nicht so intensiv genutzt, wie es geplant war. Wir haben gelernt, dass es mehr Pflicht- als nur Aufforderungscharakter braucht, will man eine nachhaltigere Anreise pushen.

 

Mit der Nutzung des DB Veranstaltungstickets waren die Gäste der Veranstaltung sehr zufrieden. Angemessener Reisepreis und auch die Reisezeit waren in Ordnung. Diese Option sollte man definitiv öfter in seine Anreiseplanung für Veranstaltungen einbauen.

 

 

2. Vor-Ort Aktivitäten

 

Bei dem oben angesprochenen Outdoor Campus konnten die MitarbeiterInnen unseres Kunden einige nachhaltige Produkte herstellen, welche auch in Zukunft genutzt werden können – sowohl privat als auch von Organisationen wie dem Bund Naturschutz oder einer Schule.

 

Was wurde hergestellt?

 

Für zuhause konnten sich die MitarbeiterInnen an der Upcycling Station aus diversen alten Materialien, z.B. alte Skier, Flaschen, Playmobil-Figuren etc.  verschiedenste nützliche Gegenstände für zuhause basteln. Heraus kamen ganz tolle und kreative Ergebnisse, u.a. Garderoben, Lampenschirme, Dekorationen. Nachhaltig und trendy!

 

Außerdem wurde von den MitarbeiterInnen eine Baum-Bank für eine Schule zusammengebaut. Diese wurde an eine Schule gespendet und bietet den SchülerInnen eine Sitzmöglichkeit auf dem Pausenhof im Schatten eines Baumes.

 

Und last but not least wurden noch 20 Nistkästen auf dem Gelände des Outdoor Campus von den TeilnehmerInnen zusammengeschraubt und schön verziert. Diese Nistkästen sind anschließend an den Bund Naturschutz übergeben worden und von diesem an den richtigen Plätzen aufgehängt worden, sodass die jeweilige Vogelart sich dort einnisten kann.

 

Was können wir davon mitnehmen?

 

Ja, Nachhaltigkeit ist bei der Organisation von Veranstaltungen ein schwieriges Thema und auch nicht immer zu 100 % umsetzbar. Dennoch haben wir bei der Organisation dieser Veranstaltung gesehen und auch gelernt, dass man schon mit kleinen Mitteln und dem Willen, ein bisschen Nachhaltigkeit einbauen zu wollen, etwas voranbringen kann. Außerdem nimmt man sich den Gedanken mit nach Hause: Einfach mal das auf der Straße liegende Papier aufheben und in den nächstgelegenen Mülleimer werfen oder alte Gegenstände nicht direkt entsorgen – vielleicht findet sich dafür eine andere Verwendung, welche dem „alten Ding“ eine weitere nützliche Aufgabe überträgt.

 

Den Gedanken an eine nachhaltigere Veranstaltungsorganisation und die Möglichkeiten der Umsetzung konnten wir bei der Planung dieser Veranstaltung wieder einmal sehen und freuen uns, wenn wir die Learnings und gewonnen Erfahrungen auch zukünftig bei der Planung unserer Veranstaltungen einbeziehen können.

 

Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, ein Event nachhaltiger zu gestalten. Jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit bei Events ist in jedem Fall ein guter Anfang und gibt uns allen den richtigen Denkanstoß, weiterzumachen und Nachhaltigkeit in Events und Planungen einzubinden.

 

Wir können sagen: Nachhaltigkeit ist nichts Langweiliges oder Unschönes – Nachhaltigkeit kann auch aufregend und kreativ sein!

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